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Der digitale Produktpass kommt!

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Im Rahmen des Green Deals hat sich die EU das ehrgeizige Ziel gesetzt, unser derzeitiges lineares Wirtschaftsmodell bis 2050 in eine Kreislaufwirtschaft zu verwandeln. Was das für Sie und Ihr Unternehmen bedeutet und welche Rolle der digitale Produktpass dabei einnimmt, haben wir in unserem gleichnamigen Thought Leadership-Paper für Sie zusammengetragen. Die Kernpunkte aus dem Paper finden Sie bereits hier.

Der digitale Produktpass als Wegbereiter für die Kreislaufwirtschaft 

Der digitale Produktpass – oder kurz DPP – ist ein Schlüsselelement der europäischen Wirtschaftsstrategie und soll für mehr Transparenz entlang der Wertschöpfungskette Sorge tragen. Der Aktionsplan sieht vor, dass der DPP als digitaler Zwilling eines Produkts den elektronischen Abruf von produktspezifischen Daten und nachhaltigkeitsrelevanten Informationen ermöglicht, einschließlich Details zur Herkunft, zum Material, zu Reparatur- und Demontagemöglichkeiten oder auch zum Recycling am Ende der Lebensdauer eines Produkts.

Die genauen Anforderungen an den DPP stehen derzeit noch nicht fest; die EU will diese für jede Branche und Produktkategorie einzeln definieren. Ebenso ist nicht geregelt, welche Technologien dabei zum Einsatz kommen sollen. Nach den aktuellen EU-Leitlinien sollen Unternehmen jedoch frei darüber entscheiden können, welche Datenträger sie für bestimmte Produkttypen, einzelne Produkte oder ganze Chargen verwenden. Denkbar – und teilweise auch schon im Einsatz – sind RFID-Chips, Barcodes und QR-Codes.

Die verpflichtende Einführung des DPP ist für das Jahr 2028 vorgesehen und betrifft zunächst Batterien für Industrie- und Pkw-Akkus. In den darauffolgenden Jahren sollen die Bereiche Textilien, chemische Erzeugnisse, Elektrogeräte und schließlich alle weiteren Bereiche eingeschlossen und spezifische Richtlinien und Vorschriften formuliert werden.

Herausforderungen und Chancen für Unternehmen

Politische Initiativen stellen Unternehmen oftmals vor große Herausforderungen – beim digitalen Produktpass ist das nicht anders. Insbesondere Vertreter mittelständischer Unternehmen befürchten hohe bürokratische Aufwände und Mehrbelastungen. Angesichts des derzeitigen Konzepts warnt außerdem die Industrie vor einer Offenlegung von Technologie-Knowhow und sensiblen Unternehmensdaten, die europäische Unternehmen im globalen Wettbewerb benachteiligen könnte.

Bei allen berechtigten Befürchtungen und Einwänden wird der digitale Produktpass jedoch kommen – und kleine wie große Unternehmen sollten die verbleibende Zeit bis zur Einführung nutzen, um Investitionen zu tätigen und das Produktdatenmanagement entsprechend aufzustellen. Gelingt die Transformation in die Ära des digitalen Produktpasses, können schließlich auch große Mehrwerte aus der neu gewonnenen Datenverfügbarkeit und Transparenz in der Lieferkette gezogen werden. Der digitale Produktpass kann als Single Source of Truth beispielsweise genutzt werden, um Geschäftsmodelle zu erschließen, die bisher aufgrund der Datenlage nicht realisierbar waren. Zudem entsteht mit dem Produktpass ein neuer direkter Kanal zum Endverbraucher, der für das Markenimage und die Kundenbindung genutzt werden kann und zudem Raum für neue Serviceleistungen schafft.

Welche Schritte und Aufgaben stehen nun an?

Da der digitale Produktpass noch in den Kinderschuhen steckt und viele Details noch geregelt werden müssen, liegt es jetzt an den Unternehmen, ihr Glück in die Hand zu nehmen, mit verschiedenen Technologien zu experimentieren und ihre Wertschöpfungskette in Einklang mit ihrem Stakeholder-Ökosystem auf die neuen Herausforderungen und Chancen auszurichten. Doch wo anfangen?

Grundsätzlich liefert der digitale Produktpass nur dann einen Mehrwert, wenn er auch möglichst viele Informationen aus den einzelnen Phasen des Produktlebenszyklus bereitstellt. Für Sie und Ihr Unternehmen bedeutet das, dass Sie zunächst sämtliche Produktdaten zusammentragen und die einzelnen Datensätze gegebenenfalls um Informationen erweitern müssen. Außerdem bedarf es langfristig einer Softwarelösung, die Sie bei der Verwaltung, Bereitstellung und Pflege der zahlreichen Daten unterstützt. PIM-Systeme wurden genau für diesen Zweck entwickelt. Sie sind darüber hinaus mit Freigabestufen und modifizierbaren Validierungsregeln ausgestattet, sodass die Datenqualität – die natürlich zu jeder Zeit den gesetzlichen Vorschriften in Inhalt und Form entsprechen muss – vom Onboarding bis zur Anzeige beim Datenempfänger gesichert werden kann.

Mit dem digitalen Produktpass kommen gewaltige Aufgaben auf uns zu, die die Entwicklung von Unternehmen nachhaltig beeinflussen werden. Werfen Sie daher einen Blick in unser Thought Leadership-Paper, in dem wir alle wichtigen Aspekte für Sie erläutern – oder setzen Sie sich direkt mit uns und unseren DPP-Experten für ein Beratungsgespräch in Verbindung.

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Manifest: One-Stop Product Content Experience

Lesen Sie in unserem neusten Manifest, wie wir mit One-stop Product Content Experience dazu beitragen, die Identität Ihrer Marke und Ihrer Produkte in jedem Touchpoint zu stärken.

Zusammen mehr erreichen

Wir glauben an den Wert von Kollaboration und Austausch. Das gilt sowohl für unsere Kundenprojekte, aus denen wir viele wertvolle Erkenntnisse für unsere Produktentwicklung generieren, als auch für unser wachsendes Partnernetzwerk, mit dem wir unsere Kunden umfassend bei ihrer Digitalisierung unterstützen.